Hans Jürgen Sittig 

Basketball ab 14

Mein erster geordneter Sport war Basketball in einem Verein - ab 14. Und da wurde mir regelmäßiges Training wichtig, denn als relativ kleiner Basketballer (ausgewachsen 1,79) wollte ich kräftiger und schneller sein als die oft längeren Mitspieler.

Nach 2 Bänderrissen bei einem Basketballspiel in Bonn 1983 - ich lag im Krankenhaus 300 m entfernt von der berühmten Hofgarten-Demo - endeten 13 Basketballjahre.
Aber es war auch das Jahr mit dem Erwerb der Fallschirm-Freifall-Lizenz. 
Es folgte auch weiter das Laufen, etwas Karate und etwas Tennis. Und immer etwas Krafttraining.

Privates Fallschirmspringen 1983 - 1991

Foto links (fotografiert von einem mir leider nicht mehr bekannten Kameraden): Eine meiner Landeanflüge am Para-Commander. 
Das war der Hochleistungs-Rundkappen-Schirm, den alle Vereinsmitglieder nutzten, die sich keine eigenen Schirme gekauft hatten.

Kurz nach meinem Absprung

aus einer Do 27 - 1200 m über dem damaligen Heeresflugplatz Mendig. Links oben Gebäude und Hallen - davor die Start- und Landebahn.

Ein Geschenk: Die dunkelblaue Sprungkombi mit den gelben Absätzen - von der deutschen Nationalmannschaft verwendet

Eine gebrauchte Kombi  wurde mir damals von einem Mitglied der Nationalmannschaft überlassen

Militärisches Springen  1984-1991

Nachdem ich mit dem privaten Fallschirmspringen angefangen hatte, schlug mir ein Freund vor, auch militärisch zu wechseln - von den bodengebundenen “Jägern” zu den Fallschirmjägern. 
Als ich 1984 zum Leutnant der Reserve (Leutnant entspricht dem Kommissar der Polizei) befördert wurde, bewarb ich mich also bei der Fallschirmtruppe, zu der mein Fallschirmsprung-Freund schon gehörte.
Und so kam ich in den Stab der 1. Luftlande-Division - als Verbindungs- und Lageoffizier.

Begonnen hatte alles mit der Zeit nach dem Abitur.
Die Wartezeit wegen des Numerus Clausus für ein Biologie-Studium und die anstehende Pflicht-Wehrdienstzeit von 18 Monaten brachte mich - in der damals noch immer existierenden Zeit des Kalten Krieges und des “Eisernen Vorhangs” - zum Entschluss, mich für viel besser bezahlte 24 Monate Dienst zu entscheiden und damit erstmals eine Selbstständigkeit und Unabhängigkeit vom Elternhaus zu erlangen.
An der Richtigkeit einer Verteidigungsfähigkeit eines Landes hatte ich nie Zweifel. 
Selbst Menschen, die KEINE aggressiven Nachbarn haben, schließen ihre Wohnung oder ihr Haus ab und geben zu erkennen: Respektiere meine privaten Grenzen - bis hierher und nicht weiter!

Und dann nahm ich wahr, wie behutsam und “menschlich” unsere Ausbilder uns behandelten während der Infanterie-Grundausbildung. Und es entstand mein Gedanke, selbst auch eine nebenberufliche Reserveoffiziers-Zeit anzustreben und auch fürsorgliche Verantwortung zu übernehmen. 
Ein besonders markanter Baustein mit einer bis dahin unbekannten körperlichen und psychischen Herausforderung war dann der Einzelkämpfer-Lehrgang. Da war mir mein früher Teenager-Sport und das Ausdauer- und Krafttraining von großem Nutzen.
 

SPRINGEN BEI 290 KM/H

Die Transall war ein sehr zuverlässiges "Taxi" für die Fallschirmjäger. Wen man aber zur seitlichen Tür hinaussprang, dann wurde bei dieser leicht erhöhten Porsche-Geschwindigkeit erstmal intensiv die Körperhaltung  "verändert".